E-Type Heaven

Text und Bilder: Urs Graf

E-Type S1 «Flat Floor» nahe dem Limit im Madgwick Corner.

 

Goodwood Members’ Meeting 2026

Samstag, 18. April 2025, 18.25 Uhr

25 E Types allesamt gebaut vor 1963, das heisst, bei praktisch allen handelt es sich um Flat Floor Exemplare, geben sich auf dem Goodwood Circuit die Ehre, was bei jedem Enthusiasten Gänsehaut auslöst, denn das erlebt man wahrhaftig nicht alle Tage.
Was dieses Rennen zusätzlich besonders macht, ist CUT7, der bekannte Ex Dick Protheroe Renner mit der charakteristischen Perspex-Heckklappe.
 

Sonntag, 19. April 2025, 13.05 Uhr


Geschäftiges Treiben in den Boxen bereits am Freitag vor dem Training.
Phil Hill Cup mit «GT Cars and Prototypes in the spirit of the Sebring 12 hours ’64-‘66», wie es im Rennprogramm steht. Das für den Schreibenden spannendste Rennen des gesamten Goodwood Members’ Meeting 2026: Der Ex F1-Weltmeister Jenson Button hält während des gesamten Rennens mit seinem E Type CUT8 (Bruder von CUT7 und ebenfalls Ex Dick Protheroe) einen Ferrari 250LM und einen Ford GT40 im Schach, die ihm zwar konstant am Heck kleben, jedoch nicht vorbeikommen, nicht einmal auf der Zielgeraden…
Aber der Reihe nach.
 


Formel 1 Konstrukteur-Legende Ross Brawn erzählt in einem spannenden Interview aus seiner eindrücklichen Laufbahn.
 
Für meinen Sohn und mich begann der Anlass bereits am Freitagnachmittag, als wir zu einem Interview mit der F1 Konstrukteur-Legende Ross Brawn eingeladen wurden (auf etwas unangenehme Art wurde ich meines Alters bewusst, als ich erfahren musste, dass ich auch bereits schon 20 Jahre Mitglied im GRRC bin…). Es war ein sehr unterhaltsames Gespräch, während dem Ross Brawn diverse Anekdoten aus seinem bewegten Leben zum Besten gab – ein perfekter Einstieg in den Wochenend-Anlass, der bei prächtigen Frühlingswetter stattfinden konnte, was durchaus nicht selbstverständlich ist – auch schon herrschte Schneetreiben.
Auf eine detaillierte verbale Schilderung des Anlasses will ich verzichten, dazu mögen die nachfolgenden Bilder dienen.
Als unverbesserliche Petrolheads werden Patrik und meine Wenigkeit nächstes Jahr aber sicher wieder nach Goodwood an die nächste Ausgabe des Members’ Meeting pilgern.
 
 
 

Die Vorfreude auf das, was da kommen soll, beginnt bereits auf dem Besucherparkplatz.
 

Die E Types im Protheroe Cup schenken sich nichts…
 

Brawn BGP 001, in dem Jenson Button 2009 den Weltmeistertitel der F1 gewann (und der hier nach Jahren den Wagen auch wieder selber pilotiert).
 

Einsamer E Type inmitten von American Muscles
 

…und später so, wie wir es uns wünschen: gleiche Stelle, aber diesmal mit XK120 up front (zumindest temporär)
 

Unikat auf Basis eines XK120: «Mistral»-XK120
 

In Front eine Rarität aus der Formel 1 Geschichte: Tyrrell-Cosworth P34 «Six Wheeler». Dieser und andere F1-Boliden aus den 70er Jahren zelebrierten den WM-Titel von James Hunt 1976.
 

Das Rudel der «Kleinen» in der Win Percy Trophy für Tourenwagen unter 2.8 Litern Hubraum, gebaut zwischen 1970 und 1982.
 

CUT7 in full flight

 


Goodwood at its very best: Oben spektakuläre Wolken und unten ebenso spektakuläre Rennen…

 


Die Fahrer der E Types geben alles – wiederum CUT7, auch heute noch absolut eine Grösse, mit der zu rechnen ist!

 


Ende von Tag 1: ein schöner Anblick auf dem Besucherparkplatz:

 


Müsste nicht sein, passiert aber leider immer wieder: ungewollte Kaltverformung. Glücklicherweise ist den Fahrern nichts passiert.
 

Stilstudie: F1 Boliden aus den 70er Jahren

 


Der führende E Type, pilotiert von Jenson Button, dicht gefolgt von...

 


Cobra, Ferrari, Cobra

 


Jenson Button in seinem E Type (CUT 8, ebenfalls ein Wagen aus dem Rennstall von Dick Protheroe) hält während des ganzen Rennens Ferrari, Ford GT40 und Shelby Cobra in Schach. Für mich wohl das spannendste Rennen des Anlasses, nie habe ich einen kompetenteren Fahrer in einem E Type erlebt.

 


Einfahrt zu den Paddocks. Wären da nicht die modernen Rucksäcke und Kameras, könnte man sich in den 60er Jahren wähnen.

 


Immer wieder eindrücklich: Jaguar-Fronten.

 


CUT7 in den Paddocks – man beachte die charakteristische Heckklappe.

 


Gleich daneben CUT8. Ob das Lenkrad bereits in den 60er Jahren demontierbar war?

 


Brawn GP – nach Jahren wieder vereint.

 


Bereits in der Abenddämmerung, hier führt wiederum der «Mistral» XK120 die Gruppe an. Wegen eines langsameren Konkurrenten verpasste er ärgerlicherweise ganz knapp den Sieg.

 


Eine weitere Rarität (Einzel-Exemplar): Jaguar «Gomm»-Special auf dem Chassis eines XK140.

 


Und hier das Original (mehr oder weniger…)

 

Nochmals der «Gomm» Special. Die wirklich schöne Karrosserie erhielt der Wagen 1954/55.

 


Keine Chance gegen die Jaguar – Meute hat der einsame Porsche 356A