Horchen, Staunen, Fachsimpeln: Der 5. Ostschweizer Technikabend im Rückblick

Text: John Ward, Ulrich Frede

 

 

5. Ostschweizer Technikabend des Jaguar Drivers’ Club Switzerland

Am 20. März 2026 fand in der Spenglerei der Firma Brülisauer in Eggersriet der bereits fünfte Ostschweizer Technikabend des Jaguar Drivers’ Club Switzerland statt. Ab 18 Uhr versammelten sich 18 interessierte Clubmitglieder sowie sieben Mitglieder des OK und Referenten zum fachkundigen Austausch – ein Abend, der sich erneut als äusserst lehrreich und inspirierend erwies.

Nach der herzlichen Begrüssung wurden die Teilnehmenden in drei Gruppen eingeteilt. In vier thematisch unterschiedlichen Posten – jeweils im 20 Minuten Rhythmus – erhielten sie spannende Einblicke in typische Herausforderungen, Reparaturen und Restaurationsarbeiten rund um klassische Jaguar-Fahrzeuge.

Präzision im Detail: Aufkleberentfernung & Wassereintritt

Am ersten Posten demonstrierte Gastgeber Pascal Brülisauer praxisnah, wie sich alte Aufkleber schonend entfernen lassen, ohne Lack oder Glas zu beschädigen. Anschliessend zeigte er am Jaguar 420 typische Ursachen für Wassereintritt und erläuterte, worauf bei der Fehlersuche besonders geachtet werden muss.

Fahrwerk moderner Klassiker: Schwachstellen erkennen

In der mechanischen Werkstatt übernahm Pascal Keller. Anhand eines Daimler Super 8 zeigte er typische Schäden an der Aufhängung modernerer Jaguar-Modelle wie dem X150 und X350. Die Teilnehmenden erhielten dabei wertvolle Hinweise, woran sich frühzeitig Verschleiss oder Materialermüdung erkennen lässt.

Bremsprobleme am XK 150 – Erfahrungen aus der Praxis

Weiter ging es ins Reifenlager, wo Ueli Jaun am XK 150 über seine Erfahrungen mit Bremsproblemen berichtete. Der Wagen hatte sowohl Bremsversagen als auch unerwünschtes Dauerbremsen erlebt – zwei Themen, die er fachkundig erklärte und mit hilfreichen Tipps zur Prävention und Behebung garnierte.



Originaltreue erhalten: Restaurierung von Mark VIII-Sitzen

Der vierte Posten führte zu Sattler Christof Jenni von Haag Plast, der gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Luc Frei die restauratorischen Herausforderungen gerissener Vordersitze eines Mark VIII erläuterte. Die beiden zeigten eindrücklich, wie mit handwerklichem Geschick und viel Liebe zum Detail eine möglichst originalgetreue Wiederherstellung gelingt.

Gemeinsamer Ausklang bei Spezialitätenbuffet

Nach dem fachlich intensiven Programm trafen sich die Teilnehmenden kurz nach 20 Uhr im «gastronomisch» umgestalteten Reifenlager. Dort wartete ein reichhaltiges Buffet mit libanesischen und lokalen Köstlichkeiten – ein kulinarischer Höhepunkt, gefolgt von einem liebevoll zusammengestellten Dessertbuffet von Eva.

Bei angeregten Gesprächen liessen die Besucher den Abend ausklingen. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen bestätigten: Die Themenauswahl, die Fachkompetenz und die Gastfreundschaft haben diesen Technikabend erneut zu einem besonderen Erlebnis gemacht.